Öffentliche Daten

Auszug aus dem Continental Handbuch für Kraftfahrer 1928

Auszug aus dem Continental Handbuch für Kraftfahrer 1928

Continental_Handbuch_fuer_Kraftfahrer_1928.pdf (54 kB) Stand 13.08.2010

Wien 13. August 2010


Verzeichnis der Matriken-Bestände im Diözesanarchiv Marburg

Verzeichnis der Matriken-Bestände im Diözesanarchiv Marburg

Wir danken dem Diözesanarchiv Marburg für die Genehmigung und Frau Cornelia Pay für die Übermittlung dieses Verzeichnisses der Matriken-Bestände (Originale und Zweitschriften/Dvojniki) im Diözesanarchiv Marburg.

Martriken_Marburg_2009.pdf (625 kB) Stand 01.08.2010

Wien 01. August 2010


Grazer Straßenverzeichnis mit der Angabe der zuständigen Pfarre

Grazer Straßenverzeichnis mit der Angabe der zuständigen Pfarre, Stand 1962.

Wir danken Frau Cornelia Pay für die Erstellung dieses Arbeitsbehelfs.

Graz_Strassen_Pfarren.xls (274 kB) Stand 01.08.2010
Graz_Strassen_Pfarren_S.pdf (62 kB) Stand 01.08.2010
Graz_Strassen_Pfarren_P.pdf (62 kB) Stand 01.08.2010

Wien 01. August 2010


Zweisprachiges Ortsverzeichnis der Umgebung von Reischdorf-Pressnitz im böhmischen Erzgebirge

Zweisprachiges Ortsverzeichnis der Umgebung von Reischdorf-Pressnitz im böhmischen Erzgebirge

Zweisprachiges Ortsverzeichnis der Umgebung von Reischdorf-Pressnitz im böhmischen Erzgebirge mit Angabe der zuständigen Pfarre und dem Link zum Verzeichnis der Matrikenbücher im Netz.

Wir danken Frau Eveline Frank für die Erstellung dieses Arbeitsbehelfs.

Ortsliste_deutsch-tschechische_Namen_und_Pfarre_Umgebung_Reischdorf.xls (345 kB) Stand 01.08.2010
Ortsliste_deutsch-tschechische_Namen_und_Pfarre_Umgebung_Reischdorf.pdf (210 kB) Stand 01.08.2010

Wien 01. August 2010


Landes-Realgymnasium Waidhofen an der Thaya, 25 Jahrfeier 1869 - 1894

Gymnasium Waidhofen/Thaya - das nördlichste Gymnasium Österreichs
Dir. Hofrat Mag. Dr. Harald Hubatschke

Die Gründung des Gymnasiums in Waidhofen an der Thaya geht auf eine Initiative der Stadt und ihrer Bürger zurück. In den Jahren 1863 bis 1865 hatte man in einigen Städten Niederösterreichs Mittelschulen gegründet, zusammen mit den frühen Gründungen aus der Tradition alter klösterlicher Lateinschulen existierten im Jahr 1865 insgesamt elf Gymnasien, Realgymnasien und Realschulen in Niederösterreich, davon sechs Neugründungen und fünf zum Teil sehr alte Gymnasien.

Das Waldviertel war nun deutlich unterrepräsentiert; namentlich im nördlichen Grenzbereich gab es keine höhere Schule dieser Art. Da die beiden Kremser Mittelschulen zu weit vom nordwestlichen Waldviertel entfernt waren und das Horner Untergymnasium zu wenig naturwissenschaftliche Fächer anbot, besuchten viele Schüler aus dem nördlichen Waldviertel die Gymnasien in Neuhaus (Jindřichův Hradec) und Budweis (České Budĕjovice) oder in anderen südböhmischen Städten. Diese bis dahin deutschsprachigen Schulen wurden allerdings gerade in den 60er-Jahren des 19. Jahrhunderts zu rein tschechischen Schulen mit Unterrichtssprache Tschechisch in allen Gegenständen umgestaltet.

Die Bemühungen um eine höhere Schule in Waidhofen/Thaya hatten mithin neben den regionalen und bildungspolitischen auch durchaus nationale Motive. Es bildete sich ein Kreis „vorausschauender und besorgter Männer Waidhofens“, die mit diesem Wunsch an die Gemeindevertretung herantraten. In ihrer Sitzung vom 16. November 1867 beschloss die Gemeinde die Unterstützung dieser Initiative und richtete am 16. Dezember eine Eingabe an den für Schulgründungen zuständigen NÖ Landesausschuss. Das Ansuchen war von den meisten Bürgern Waidhofens und von vielen Gemeinderepräsentanten benachbarter Orte in Niederösterreich, Böhmen und Mähren unterzeichnet. Darin wird die industrielle Bedeutung der Region (Textilwirtschaft) geltend gemacht und besonders auf den Umstand hingewiesen, dass viele Söhne von Waldviertler Familien nach Böhmen geschickt werden mussten, wenn sie studieren wollten.

Die Finanzierung des Vorhabens war gesichert, weil der Sparkassenverein Waidhofen/Thaya (heute „Waldviertler Sparkasse von 1842“) eine jährliche Unterstützung sowie für den Bau des Gymnasialgebäudes eine Summe von 10.000 Gulden zusagte. Dieses Argument war ausschlaggebend dafür, dass der Schulreferent Alfred Ritter von Arneth am 19. September 1868 im NÖ Landtag nach langen Debatten die Errichtung eines vierklassigen Realgymnasiums in Waidhofen/Thaya durchsetzen konnte, während andere Mitbewerber wie z.B. Zwettl wegen nicht gesicherter Finanzierung bereits vorher ausgeschieden waren.

Schon mitten in den Verhandlungen hatte man im Februar 1869 mit dem Bau des neuen Schulgebäudes begonnen. Mit geradezu unglaublicher Geschwindigkeit war das Gebäude fertiggestellt, und schon am 31. August 1869 konnte die Einweihung erfolgen. Mit 1. Oktober 1869 konnte der Unterricht für die 42 Schüler der 1. Klasse mit insgesamt fünf Lehrkräften beginnen.

Bereits am 1. Jänner 1872 wurde die nunmehr bereits dreiklassige Schule gänzlich in die Landesverwaltung übernommen, wodurch sich die Belastungen für die Gemeinde stark reduzierten. 1871 begann man mit dem Bau einer Turnhalle im Gymnasialhof. Im Juli 1872 war die Turnhalle fertig gestellt – rechtzeitig vor dem Schuljahr 1872/73, das die Eröffnung der 4. Klasse und damit die Vervollständigung des vierklassigen Realgymnasiums brachte.

Insgesamt 125 Schüler wurden nun in den vier Klassen von zehn Lehrkräften (darunter viele Teilbeschäftigungen) unterrichtet. Die Entwicklung der Schule verlief sodann kontinuierlich.

In den Schuljahren 1903/04 und 1904/05 wurde die Schule von dem späteren Bundespräsidenten Wilhelm Miklas geleitet. Er kam als junger Professor nach nur sechs Dienstjahren aus Horn als Direktor nach Waidhofen, kehrte allerdings bereits 1905 als Direktor nach Horn zurück, ehe er als christlichsozialer Politiker hohe und höchste Staatsämter erreichte.

1907 fasste die  Stadtgemeinde gemeinsam mit der Schulleitung den Plan, die Untermittelschule Waidhofen durch eine Oberrealschule zu erweitern. Das Unter-Realgymnasium schloss nämlich nicht mit einer Matura ab und verlieh damit auch keine Berechtigung für ein Universitätsstudium. Dennoch genoss der Abschluss eines Unter-Realgymnasiums damals hohes Sozialprestige und ist in der Wertigkeit einem heutigen Maturazeugnis durchaus gleichzusetzen.

Mit dem Schuljahr 1908/09 wurde begonnen, das vierklassige Unterstufen-Realgymnasium in eine siebenklassige Realschule mit Matura umzuwandeln. Damit war aber auch die Errichtung eines neuen, größeren Schulgebäudes notwendig geworden, und darüber hinaus sollte für die auswärtigen Schüler aus allen Teilen der Monarchie endlich ein Konvikt entstehen. Das neue Schulgebäude, sehr geschmackvoll in der Manier des Jugendstils errichtet, großzügig und modern ausgestattet, war für sieben Klassen konzipiert (ein voller Bildungsgang an einer höheren Schule bis zur Matura dauerte damals sieben Jahre).

Ab 1920 durften endlich auch Mädchen die höheren Schulen besuchen, die bisher der männlichen Jugend vorbehalten waren. Im Gymnasium Waidhofen tummelten sich also 51 Jahre nach der Gründung erstmals Schülerinnen. Zwar waren sie noch jahrzehntelang in der Minderzahl, doch zeigte sich bald ihr besonderer Lerneifer und Bildungswille. Wenn man bedenkt, dass heutzutage schon längst die Mädchen in unserer Schule in der Mehrzahl sind, kann man den Paradigmenwechsel ermessen, den Republik und Demokratie induziert haben.

Die Schülerzahl stieg nach dem 1. Weltkrieg kontinuierlich an, sodass bereits Parallelklassen errichtet werden konnten. Im Zuge der schulorganisatorischen Übernahme aller Mittelschulen durch den Staat wurde 1921 aus der Landesrealschule eine Bundesmittelschule. Um 1930 wurde die Realschule schließlich in ein Realgymnasium umgewandelt.

In den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts nahm die Schülerzahl weiterhin zu, indem auch bisher bildungsfernere Gesellschaftsschichten ihre Kinder bei ausreichender Begabung der höheren Bildung im Gymnasium anvertrauten. So stieg die Schülerzahl in den Sechzigerjahren von etwas über 300 auf mehr als 550. Die 20 Klassen hatten keinen Platz im Gebäude. Es gab daher bereits „Wanderklassen“, und schon seit 1959 waren Klassen im Konviktsgebäude disloziert.

Die Schulgesetzgebung 1962 (Schulorganisationsgesetz) bewirkte eine Aufteilung des Bildungsganges vom alten Realgymnasium (mit sechs Jahren Latein und zwei Jahren Darstellende Geometrie) in ein neusprachliches Gymnasium (mit einer weiteren Fremdsprache) und ein naturwissenschaftliches Realgymnasium (mit Darstellender Geometrie bzw. verstärktem naturwissenschaftlichem Unterricht und ohne weitere Fremdsprache). Diese schulorganisatorische Zweiteilung besteht im Prinzip bis in unsere Tage (Gymnasium und Realgymnasium, daher die Bezeichnung „BG/BRG Waidhofen/Thaya“).

Da die Schülerzahl im Schuljahr 1972/73 auf 604 anstieg (davon erstmals mehr Mädchen als Burschen, nämlich 303 zu 301), war die drückende Platznot das entscheidende Problem für die Schule. Nach vielen Vorbereitungen und jahrelangen Verhandlungen konnten im September 1982 endlich die Arbeiten für einen neuen Zubau und für die folgende Generalsanierung des „Altbaus“ von 1909 beginnen. Es wurde wahrhaftig ganze Arbeit geleistet, sodass eine der schönsten Schulen Österreichs das Ergebnis war. Der Stil des Neubaus passt trotz einer gewissen Modernität perfekt zu dem Jugendstilbau von 1909. Am 28. Juni 1990 wurde das vollendete Bauwerk durch die zuständige Unterrichtsministerin Dr. Hilde Hawlicek, den Landeshauptmann von Niederösterreich,  Mag. Siegfried Ludwig, und sogar durch den damaligen Bundespräsidenten Dr. Kurt Waldheim feierlich eröffnet, was eine besondere und seltene Ehre darstellt.

Heute gilt das Waidhofner Gymnasium, die älteste allgemein bildende höhere Schule des oberen Waldviertels, als eine der elegantesten Schulen Österreichs. In ihr harmoniert modernste künstlerische und technische Ausstattung stimmig mit dem historischen Ambiente des Jugendstilgebäudes. In diesem nördlichsten Gymnasium Österreichs studieren rund 600 Schülerinnen und Schüler und lehren mehr als 50 Akademiker als Professorinnen und Professoren.

Die Initiative von "Familia Austria", das "Verzeichnis aller an der Anstalt in den Schuljahren 1870 - 1894 aufgenommenen Schüler m. Angabe ihres gegenwärtigen Berufes (Beschäftigung) und Aufenthaltsortes" aus dem Jahresbericht 1894 zum 25jährigen Bestand des NÖ. Landes-Realgymnasiums Waidhofen an der Thaya zu publizieren, ist außerordentlich hoch einzuschätzen. Dadurch werden aus der lokalen Geschichte eines Gymnasiums die damaligen Beziehungen zwischen verschiedenen Kronländern deutlich - ein Faktum, das sich innerhalb der EU erst wieder langsam wird entwickeln können. Als Direktor des BG/BRG Waidhofen an der Thaya gratuliere ich "Familia Austria" sehr herzlich zu diesem Projekt und wünsche viele interessierte Benutzer und Benutzerinnen.

Hofrat Mag. Dr. Harald Hubatschke
Direktor des BG/BRG Waidhofen an der Thaya

Landes-Realgymnasium Waidhofen an der Thaya, 25 Jahrfeier - 1894 - Schüler 1870-1894 (264 kB) Stand 01.05.2010


Quelle: Jahresbericht , Landes-Realgymnasium Waidhofen a. d. Thaya 25 Jahrfeier 1869 - 1894, Waidhofen a. d. Thaya 1894

Michael Ambrosch
Wien, 01.05.2010


Liebhard in Weißenkirchen, Joching und Wösendorf

Sehr geehrte Mitglieder, Mitarbeiter und Forscherfreunde,

wir dürfen Ihnen heute ein weiteres Projekt vorstellen.

Liebhard in Weißenkirchen, Joching und Wösendorf


Autor: Kurt Liebhard

Liebhard in Weißenkirchen, Joching und Wösendorf (205 kB)


Wien 01. April 2010


Historische Namen der Ortschaften in Niederösterreich im Bezirk Waidhofen an der Thaya

Sehr geehrte Mitglieder, Mitarbeiter und Forscherfreunde,

wir dürfen Ihnen heute am 01.12.2009 ein weiteres Projekt vorstellen. Die Historischen Namen der Ortschaften in Niederösterreich im Bezirk Waidhofen an der Thaya. Hier werden 182 Ortschaften und 90 Wüstungen mit den Namen seit ihrer Erstnennung aufgelistet und die zeitlichen Details dargestellt. Weiters sind noch enthalten die Seiten, Termini - Erklärung verwendeter Ausdrücke und Abkürzungen, zum sprachlichen Verständnis unserer Ortsnamen und ihrer Schreibungen, Liste der Ortschaften, Liste der Wüstungen (abgekommene Orte), Quellenangaben und eine Buchquelle.

Als Besonderheit ist die mundartliche Darstellung des Ortsnamens in Lautschrift auf jeder Ortsseite enthalten.

Eine Karte von Niederösterreich Bezirk Waidhofen a.d. Thaya aus dem Jahre 1939, die in Quadranten 1 bis 4 unterteilt ist vermittelt einen Überblick über das bearbeitete Gebiet. In der Detailansicht des gewählten Quadranten kann man die Ansicht mit den Lupensymbolen vergrössern und verkleinern. Eine Verlinkung von der Ortschaft zur Karte ist noch nicht angebracht. Das Finden der Ortschaft ist aber nicht schwierig. Die 90 Wüstungen (abgekommene Orte) der Liste sind nicht weiter detailliert und in der Karte nicht enthalten.

Das Projekt wird ergänzt und erweitert, es lohnt sich also wieder hineinzuschauen.
Öffentlicher Link Historischehn Namen der Ortschaften in Niederösterreich im Bezirk Waidhofen an der Thaya

Haben auch Sie eine historische Ortsnamen-Liste erfaßt?
Wir publizieren sie gerne, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf: guenter.ofner@chello.at

Michael Ambrosch, Wien 01. Dezember 2009


Abgeordnete zum ersten österreichischen Reichstag 1848/1849

Voraussichtlich 2010 wird von der österreichischen Akademie der Wissenschaften ein biographisches Lexikon der Mitglieder der österreichischen Zentralparlamente 1848-1918 erscheinen. Dort sind die Grunddaten sämtlicher 3.515 Parlamentarier erfasst, für die meisten Mitglieder werden die Lebensdaten ( beruflicher und politischer Werdegang) erfasst sein.

FAMILIA AUSTRIA kooperiert mit der österreichischen Akademie der Wissenschaftler, vertreten durch Herrn Dr. Adlgasser, bei der Recherche nach den Lebensdaten der Abgeordneten.

Sollten auch Sie genannte Abgeordnete unter Ihren Vorfahren haben und/oder Auskunft (Lebensdaten, Werdegang, Nachkommen) zu einzelnen Namen geben können, möchten wir Sie herzlich bitten, sich mit uns unter dem Betreff „Reichstagsabgeordnete“ in Verbindung zu setzen:
manibus-unitis@familia-austria.at

Der Reichstag 1848/1849

Der Reichstag setzte sich zusammen aus Abgeordneten der deutschen und slawischen Kronländer, ohne Länder der ungarischen Krone und Lombardo-Venetien.

Anzahl der Sitze: 383

Die Namensliste enthält durch Nachrücker für ausgeschiedene/zurückgetretene Abgeordnete 422  Namen.

Reichstagsabgeordnete 1848 (33 kB)

22. Juli 1848:
Eröffnungssitzung zur Constituierung des Reichstages in der Winterreitschule

22. Oktober 1848:
Verlegung des Reichstages nach Kremsier (Kroměřiž)

22. November 1848:
Eröffnung des Reichstages in Kremsier

2. Dezember 1848:
Abdankung des Kaisers Ferdinand I., Thronbesteigung Franz Joseph I.

 7. März 1849:
Auflösung des österreichischen Reichstages (Manifest des Kaisers v. 4.März 1849)

Zitat:
„Das erste Parlament, der Reichstag, war in zwei Kammern, den Senat und die Kammer der Abgeordneten, geteilt. Der Senat bestand aus den Prinzen des kaiserlichen Hauses nach vollendetem 24. Lebensjahr, aus den vom Kaiser ohne Rücksicht auf Stand und Geburt auf Lebensdauer ernannten Mitgliedern und aus 150 Mitgliedern, die für die Dauer der Wahlperiode (5 Jahre) von den großen Grundbesitzern aus ihrer Mitte gewählt wurden. Die Kammer der Abgeordneten bestand aus 383 Mitgliedern (Pillersdorfsche Verfassung).

Da das Volk mit dem Zweikammersystem dieser Verfassung nicht einverstanden war (Massendemonstration in Wien), wurde sie durch eine kaiserliche Proklamation vom 15. Mai 1848 so geändert, dass die provisorische Verfassungsurkunde von einer konstituierenden Reichsversammlung in einer Kammer beraten werden sollte. Diese trat als konstituierender Reichstag am 22. Juli 1848 in Wien zusammen. Nach Ausbruch der Oktoberrevolution wurde er durch kaiserliches Patent vom 22. Oktober 1848 von Wien nach Kremsier (heute Kroměříž) in Mähren verlegt. Dort nahm er am 22. November 1848 seine Arbeit wieder auf."

Nach: Michael Stickler: Übersicht über die österreichischen Parlamentsschriften 1848 – 1971. – In: Biblos, österreichische Zeitschrift für Buch- und Bibliothekswesen, Dokumentation, Bibliographie und Bibliophilie 22 (1973), übernommen aus http://alex.onb.ac.at/

Sämtliche Sitzungsprotokolle sind online zu finden unter:
http://alex.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=krt

Den „Kremsier Verfassungsentwurf“ können Sie z.B. nachlesen unter:
http://www.verfassungen.de/at/kremsier49.htm

Porträts von  39 Abgeordneten – höchst vergnüglich zu lesen – finden Sie hier:
http://books.google.de/books?id=5TgMAAAAYAAJ&printsec

Unter dem folgenden link finden Sie alle österreichischen Parlamentarier ab 1918
http://www.parlament.gv.at/WW/PARL1918/menu.shtml

Hier die Abgeordneten zum Nationalrat:
http://www.parlament.gv.at/WW/NR/Nationalrat_Portal.shtml

Abgeordnete zum österreichischen Reichsrat 1861 – 1918

29.April 1861:
Eröffnungssitzung des Abgeordnetenhauses des österreichischen Reichsrates

Zitat:

„Nach dem Februarpatent vom 26. Februar 1861 wurde der Reichsrat nach dem Zweikammersystem zusammengesetzt. Er bestand aus dem Herrenhaus, dem die großjährigen Prinzen des kaiserlichen Hauses, die Erzbischöfe und die Bischöfe fürstlichen Ranges, die großjährigen Häupter der vom Kaiser mit der erblichen Herrenhauswürde ausgezeichneten Adelsgeschlechter und vom Kaiser ernannte verdiente Männer angehörten, und einem Abgeordnetenhaus, dessen 343 Mitglieder von den Landtagen der einzelnen Länder zu wählen waren. Jedoch trat dieses nie in der vollen Zahl zusammen, da der ungarische Landtag die Wahl der Delegierten verweigerte. So waren es vorerst nur 203 Abgeordnete. Ab 1873, mit der direkten Wahl zum Abgeordnetenhaus, wurde die Zahl der Abgeordneten auf 353, 1896 auf 425 und 1907 auf 516 erhöht.“

Nach: Michael Stickler: Übersicht über die österreichischen Parlamentsschriften 1848 – 1971. – In: Biblos, österreichische Zeitschrift für Buch- und Bibliothekswesen, Dokumentation, Bibliographie und Bibliophilie 22 (1973), übernommen aus http://alex.onb.ac.at/

Die Abgeordneten der einzelnen Sitzungsperioden finden Sie unter:
http://alex.onb.ac.at/
>  Zeitliche Gliederung > Stenografische Protokolle - Abgeordnetenhaus >  Personenregister in den jeweiligen Sessionen

Abgeordnete zur Frankfurter Nationalversammlung 18. 5.1848 – 31.5.1849

Diese finden Sie namentlich incl. Wahlkreis unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mitglieder_der_Frankfurter_Nationalversammlung

„Stenographischer Bericht über die Verhandlungen der Deutschen constituierenden Nationalversammlung zu Frankfurt am Main“:
http://books.google.de/books?id=AP4SAAAAYAAJ&printsec

Blick nach Deutschland

Sozialdemokratische Parlamentarier in den deutschen Reichs- und Landtagen 1867 -1933. Biographien — Chronik — Wahldokumentation.
http://biosop.zhsf.uni-koeln.de/texte/biosop_inhalt.html


Renate Fennes, Gütersloh 29.8.2009


Auswärtige Verstorbene aus der Wiener Zeitung

Hier finden Sie Verstorbene aus der Datenbank der Wiener Zeitung, deren Herkunft in den Verstorbene-Listen als „von außerhalb“ angegeben wird.
Dies bedeutet in den meisten Fällen, dass sie in Wien nicht heimatberechtigt waren.

Staffel 1-6

Auswärtige Verstorbene aus der Wiener Zeitung (942 kB)

Staffel 7

Auswärtige Verstorbene aus der Wiener Zeitung (Teil 7) (1481 kB)


Der erste Wiener Gemeinderat 1848

Die Wahl der 150 Mitglieder des Gemeinderates fand zwischen dem 2. und 6.10.1848 statt.

Der erste Wiener Gemeinderat 1848 (20 kB)

  Die Namensliste enthält 144 Personen. 4 Personen vertraten 2 Wahlbezirke. Die bestehende Differenz von 2 Sitzen konnte nicht aufgeklärt werden.

Die Wahlordnung zum Gemeinderat

Die Wahlordnung wurde in mehreren Sitzungen des Wiener Gemeinde-Ausschusses erarbeitet und beschlossen und enthält zur Wahlberechtigung im Wesentlichen folgende Punkte:
Aktiv wahlberechtigt sind ohne Unterschied der Religion alle im Gemeindebezirk ansässigen österreichischen Staatsbürger männlichen Geschlechts, die das 24. Lebensjahr vollendet haben und einer der folgenden Kategorien angehören:

  1. Bürger der Stadt Wien
  2. diejenigen, welche allein oder in Gemeinschaft mit Miteigentümern ein im Gemeindebezirk liegendes Gebäude oder Grundstück besitzen
  3. diejenigen, die von einem steuerpflichtigen Gewerbe eine direkte Steuer entrichten
  4. öffentliche Beamte, sei es im Dienst oder im Ruhestand
  5. Militärpersonen vom Leutnant aufwärts, die eine bleibende Anstellung in Wien haben oder hier im Pensionsstande leben
  6. Graduierte Doktoren aller Fakultäten
  7. Magister der Wundarzneikunde
  8. Advokaten, Notare und öffentliche Agenten
  9. Beeidete Waren- und Wechselsensale
  10. Vorsteher, Professoren und Lehrer an einer im Gemeindebezirke befindlichen konzessionierten Unter- oder Erziehanstalt
  11. Schriftsteller, Gelehrte und Künstler, welche seit 2 Jahren im Gemeindebezirke ansässig sind
  12. Mitglieder der Akademie der Wissenschaften und der Akademie der bildenden Künste
  13. Priester und Prediger aller religiösen Glaubensbekenntnisse
  14. sämtliche Individuen, die nicht in eine der anderen Kategorien gehören und einen Zins von 200 fl. zahlen

Die Innere Stadt wurde in 4 Wahlbezirke eingeteilt, die 34 Vorstädte in 22 Wahlbezirke.

Die Wahlbezirke im Einzelnen mit der Zahl der zu wählenden Gemeinderäte in Klammern:

In der Stadt:
    Wahlbezirk  
  1 Schottenviertel (5)
  2 Wimmerviertel  (5)
  3 Stubenviertel  (5)
  4 Kärnthner Viertel  (5)
     
Vorstädte:
  5+6 Leopoldstadt incl. Jägerzeile  (15)
  7 Erdberg u. Weißgärber  (5)
  8+9 Landstraße  (14)
  10, 11, 12 Wieden  (18)
  13 Matzleinsdorf, Schaumburgergrund, Hungelbrunn, Laurenzergrund, Nikolsdorf  (4)
  14 Margarethen, Hundsthurm, Reinprechtsdorf  (5)
  15 Gumpendorf  (8)
  16 Laimgrube, Magdalenagrund  (4)
  17 Mariahilf, Windmühle  (6)
  18 St. Ulrich, Spittelberg  (6)
  19 Neubau  (7)
  20 Schottenfeld  (8)
  21 Josephstadt  (4)
  22 Altlerchenfeld, Strozzengrund  (5)
  23 Alservorstadt  (8)
  24 Breitenfeld, Michelbeiern  (4)
  25 Rossau, Althan  (4)
  26 Lichtenthal, Thury, Himmelpfortgrund (5)

Angaben laut: Kundmachung des Wiener Gemeinde-Ausschusses am 28. September 1848 entnommen:
http://edocs.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2006/5992

Die erste Sitzung des Gemeinderates fand am 7. Oktober 1848 im ständischen Saal in der Herrengasse 30 statt.

Renate Fennes, Gütersloh 29.8.2009


Letzte Änderung: 13.08.2010