Öffentliche Daten

Historische Namen der Ortschaften in Niederösterreich im Bezirk Waidhofen an der Thaya

Sehr geehrte Mitglieder, Mitarbeiter und Forscherfreunde,

wir dürfen Ihnen heute am 01.12.2009 ein weiteres Projekt vorstellen. Die Historischen Namen der Ortschaften in Niederösterreich im Bezirk Waidhofen an der Thaya. Hier werden 182 Ortschaften und 90 Wüstungen mit den Namen seit ihrer Erstnennung aufgelistet und die zeitlichen Details dargestellt. Weiters sind noch enthalten die Seiten, Termini - Erklärung verwendeter Ausdrücke und Abkürzungen, zum sprachlichen Verständnis unserer Ortsnamen und ihrer Schreibungen, Liste der Ortschaften, Liste der Wüstungen (abgekommene Orte), Quellenangaben und eine Buchquelle.

Als Besonderheit ist die mundartliche Darstellung des Ortsnamens in Lautschrift auf jeder Ortsseite enthalten.

Eine Karte von Niederösterreich Bezirk Waidhofen a.d. Thaya aus dem Jahre 1939, die in Quadranten 1 bis 4 unterteilt ist vermittelt einen Überblick über das bearbeitete Gebiet. In der Detailansicht des gewählten Quadranten kann man die Ansicht mit den Lupensymbolen vergrössern und verkleinern. Eine Verlinkung von der Ortschaft zur Karte ist noch nicht angebracht. Das Finden der Ortschaft ist aber nicht schwierig. Die 90 Wüstungen (abgekommene Orte) der Liste sind nicht weiter detailliert und in der Karte nicht enthalten.

Das Projekt wird ergänzt und erweitert, es lohnt sich also wieder hineinzuschauen.
Öffentlicher Link Historischehn Namen der Ortschaften in Niederösterreich im Bezirk Waidhofen an der Thaya

Haben auch Sie eine historische Ortsnamen-Liste erfaßt?
Wir publizieren sie gerne, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf: guenter.ofner@chello.at

Michael Ambrosch, Wien 01. Dezember 2009


Abgeordnete zum ersten österreichischen Reichstag 1848/1849

Voraussichtlich 2010 wird von der österreichischen Akademie der Wissenschaften ein biographisches Lexikon der Mitglieder der österreichischen Zentralparlamente 1848-1918 erscheinen. Dort sind die Grunddaten sämtlicher 3.515 Parlamentarier erfasst, für die meisten Mitglieder werden die Lebensdaten ( beruflicher und politischer Werdegang) erfasst sein.

FAMILIA AUSTRIA kooperiert mit der österreichischen Akademie der Wissenschaftler, vertreten durch Herrn Dr. Adlgasser, bei der Recherche nach den Lebensdaten der Abgeordneten.

Sollten auch Sie genannte Abgeordnete unter Ihren Vorfahren haben und/oder Auskunft (Lebensdaten, Werdegang, Nachkommen) zu einzelnen Namen geben können, möchten wir Sie herzlich bitten, sich mit uns unter dem Betreff „Reichstagsabgeordnete“ in Verbindung zu setzen:
manibus-unitis@familia-austria.at

Der Reichstag 1848/1849

Der Reichstag setzte sich zusammen aus Abgeordneten der deutschen und slawischen Kronländer, ohne Länder der ungarischen Krone und Lombardo-Venetien.

Anzahl der Sitze: 383

Die Namensliste enthält durch Nachrücker für ausgeschiedene/zurückgetretene Abgeordnete 422  Namen.

Reichstagsabgeordnete 1848 (33 kB)

22. Juli 1848:
Eröffnungssitzung zur Constituierung des Reichstages in der Winterreitschule

22. Oktober 1848:
Verlegung des Reichstages nach Kremsier (Kroměřiž)

22. November 1848:
Eröffnung des Reichstages in Kremsier

2. Dezember 1848:
Abdankung des Kaisers Ferdinand I., Thronbesteigung Franz Joseph I.

 7. März 1849:
Auflösung des österreichischen Reichstages (Manifest des Kaisers v. 4.März 1849)

Zitat:
„Das erste Parlament, der Reichstag, war in zwei Kammern, den Senat und die Kammer der Abgeordneten, geteilt. Der Senat bestand aus den Prinzen des kaiserlichen Hauses nach vollendetem 24. Lebensjahr, aus den vom Kaiser ohne Rücksicht auf Stand und Geburt auf Lebensdauer ernannten Mitgliedern und aus 150 Mitgliedern, die für die Dauer der Wahlperiode (5 Jahre) von den großen Grundbesitzern aus ihrer Mitte gewählt wurden. Die Kammer der Abgeordneten bestand aus 383 Mitgliedern (Pillersdorfsche Verfassung).

Da das Volk mit dem Zweikammersystem dieser Verfassung nicht einverstanden war (Massendemonstration in Wien), wurde sie durch eine kaiserliche Proklamation vom 15. Mai 1848 so geändert, dass die provisorische Verfassungsurkunde von einer konstituierenden Reichsversammlung in einer Kammer beraten werden sollte. Diese trat als konstituierender Reichstag am 22. Juli 1848 in Wien zusammen. Nach Ausbruch der Oktoberrevolution wurde er durch kaiserliches Patent vom 22. Oktober 1848 von Wien nach Kremsier (heute Kroměříž) in Mähren verlegt. Dort nahm er am 22. November 1848 seine Arbeit wieder auf."

Nach: Michael Stickler: Übersicht über die österreichischen Parlamentsschriften 1848 – 1971. – In: Biblos, österreichische Zeitschrift für Buch- und Bibliothekswesen, Dokumentation, Bibliographie und Bibliophilie 22 (1973), übernommen aus http://alex.onb.ac.at/

Sämtliche Sitzungsprotokolle sind online zu finden unter:
http://alex.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=krt

Den „Kremsier Verfassungsentwurf“ können Sie z.B. nachlesen unter:
http://www.verfassungen.de/at/kremsier49.htm

Porträts von  39 Abgeordneten – höchst vergnüglich zu lesen – finden Sie hier:
http://books.google.de/books?id=5TgMAAAAYAAJ&printsec

Unter dem folgenden link finden Sie alle österreichischen Parlamentarier ab 1918
http://www.parlament.gv.at/WW/PARL1918/menu.shtml

Hier die Abgeordneten zum Nationalrat:
http://www.parlament.gv.at/WW/NR/Nationalrat_Portal.shtml

Abgeordnete zum österreichischen Reichsrat 1861 – 1918

29.April 1861:
Eröffnungssitzung des Abgeordnetenhauses des österreichischen Reichsrates

Zitat:

„Nach dem Februarpatent vom 26. Februar 1861 wurde der Reichsrat nach dem Zweikammersystem zusammengesetzt. Er bestand aus dem Herrenhaus, dem die großjährigen Prinzen des kaiserlichen Hauses, die Erzbischöfe und die Bischöfe fürstlichen Ranges, die großjährigen Häupter der vom Kaiser mit der erblichen Herrenhauswürde ausgezeichneten Adelsgeschlechter und vom Kaiser ernannte verdiente Männer angehörten, und einem Abgeordnetenhaus, dessen 343 Mitglieder von den Landtagen der einzelnen Länder zu wählen waren. Jedoch trat dieses nie in der vollen Zahl zusammen, da der ungarische Landtag die Wahl der Delegierten verweigerte. So waren es vorerst nur 203 Abgeordnete. Ab 1873, mit der direkten Wahl zum Abgeordnetenhaus, wurde die Zahl der Abgeordneten auf 353, 1896 auf 425 und 1907 auf 516 erhöht.“

Nach: Michael Stickler: Übersicht über die österreichischen Parlamentsschriften 1848 – 1971. – In: Biblos, österreichische Zeitschrift für Buch- und Bibliothekswesen, Dokumentation, Bibliographie und Bibliophilie 22 (1973), übernommen aus http://alex.onb.ac.at/

Die Abgeordneten der einzelnen Sitzungsperioden finden Sie unter:
http://alex.onb.ac.at/
>  Zeitliche Gliederung > Stenografische Protokolle - Abgeordnetenhaus >  Personenregister in den jeweiligen Sessionen

Abgeordnete zur Frankfurter Nationalversammlung 18. 5.1848 – 31.5.1849

Diese finden Sie namentlich incl. Wahlkreis unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mitglieder_der_Frankfurter_Nationalversammlung

„Stenographischer Bericht über die Verhandlungen der Deutschen constituierenden Nationalversammlung zu Frankfurt am Main“:
http://books.google.de/books?id=AP4SAAAAYAAJ&printsec

Blick nach Deutschland

Sozialdemokratische Parlamentarier in den deutschen Reichs- und Landtagen 1867 -1933. Biographien — Chronik — Wahldokumentation.
http://biosop.zhsf.uni-koeln.de/texte/biosop_inhalt.html


Renate Fennes, Gütersloh 29.8.2009


Auswärtige Verstorbene aus der Wiener Zeitung

Hier finden Sie Verstorbene aus der Datenbank der Wiener Zeitung, deren Herkunft in den Verstorbene-Listen als „von außerhalb“ angegeben wird.
Dies bedeutet in den meisten Fällen, dass sie in Wien nicht heimatberechtigt waren.

Staffel 1-6

Auswärtige Verstorbene aus der Wiener Zeitung (942 kB)

Staffel 7

Auswärtige Verstorbene aus der Wiener Zeitung (Teil 7) (1481 kB)


Der erste Wiener Gemeinderat 1848

Die Wahl der 150 Mitglieder des Gemeinderates fand zwischen dem 2. und 6.10.1848 statt.

Der erste Wiener Gemeinderat 1848 (20 kB)

  Die Namensliste enthält 144 Personen. 4 Personen vertraten 2 Wahlbezirke. Die bestehende Differenz von 2 Sitzen konnte nicht aufgeklärt werden.

Die Wahlordnung zum Gemeinderat

Die Wahlordnung wurde in mehreren Sitzungen des Wiener Gemeinde-Ausschusses erarbeitet und beschlossen und enthält zur Wahlberechtigung im Wesentlichen folgende Punkte:
Aktiv wahlberechtigt sind ohne Unterschied der Religion alle im Gemeindebezirk ansässigen österreichischen Staatsbürger männlichen Geschlechts, die das 24. Lebensjahr vollendet haben und einer der folgenden Kategorien angehören:

  1. Bürger der Stadt Wien
  2. diejenigen, welche allein oder in Gemeinschaft mit Miteigentümern ein im Gemeindebezirk liegendes Gebäude oder Grundstück besitzen
  3. diejenigen, die von einem steuerpflichtigen Gewerbe eine direkte Steuer entrichten
  4. öffentliche Beamte, sei es im Dienst oder im Ruhestand
  5. Militärpersonen vom Leutnant aufwärts, die eine bleibende Anstellung in Wien haben oder hier im Pensionsstande leben
  6. Graduierte Doktoren aller Fakultäten
  7. Magister der Wundarzneikunde
  8. Advokaten, Notare und öffentliche Agenten
  9. Beeidete Waren- und Wechselsensale
  10. Vorsteher, Professoren und Lehrer an einer im Gemeindebezirke befindlichen konzessionierten Unter- oder Erziehanstalt
  11. Schriftsteller, Gelehrte und Künstler, welche seit 2 Jahren im Gemeindebezirke ansässig sind
  12. Mitglieder der Akademie der Wissenschaften und der Akademie der bildenden Künste
  13. Priester und Prediger aller religiösen Glaubensbekenntnisse
  14. sämtliche Individuen, die nicht in eine der anderen Kategorien gehören und einen Zins von 200 fl. zahlen

Die Innere Stadt wurde in 4 Wahlbezirke eingeteilt, die 34 Vorstädte in 22 Wahlbezirke.

Die Wahlbezirke im Einzelnen mit der Zahl der zu wählenden Gemeinderäte in Klammern:

In der Stadt:
    Wahlbezirk  
  1 Schottenviertel (5)
  2 Wimmerviertel  (5)
  3 Stubenviertel  (5)
  4 Kärnthner Viertel  (5)
     
Vorstädte:
  5+6 Leopoldstadt incl. Jägerzeile  (15)
  7 Erdberg u. Weißgärber  (5)
  8+9 Landstraße  (14)
  10, 11, 12 Wieden  (18)
  13 Matzleinsdorf, Schaumburgergrund, Hungelbrunn, Laurenzergrund, Nikolsdorf  (4)
  14 Margarethen, Hundsthurm, Reinprechtsdorf  (5)
  15 Gumpendorf  (8)
  16 Laimgrube, Magdalenagrund  (4)
  17 Mariahilf, Windmühle  (6)
  18 St. Ulrich, Spittelberg  (6)
  19 Neubau  (7)
  20 Schottenfeld  (8)
  21 Josephstadt  (4)
  22 Altlerchenfeld, Strozzengrund  (5)
  23 Alservorstadt  (8)
  24 Breitenfeld, Michelbeiern  (4)
  25 Rossau, Althan  (4)
  26 Lichtenthal, Thury, Himmelpfortgrund (5)

Angaben laut: Kundmachung des Wiener Gemeinde-Ausschusses am 28. September 1848 entnommen:
http://edocs.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2006/5992

Die erste Sitzung des Gemeinderates fand am 7. Oktober 1848 im ständischen Saal in der Herrengasse 30 statt.

Renate Fennes, Gütersloh 29.8.2009


Letzte Änderung: 16.01.2010