Hochzeitsindex vor 1784
Praktisch jeder Ahnen- und Familienforscher kennt diese Situation: Man findet zwar die Taufe eines Vorfahren irgendwann im 16., 17. oder 18. Jht., aber dessen Elternhochzeit und die Geburts-/Tauf-Einträge der Eltern, die findet man, obwohl deren Namen bekannt sind, nicht. Zuerst durchsucht man die Bücher der umliegenden Pfarren, dann sieht man im zuständigen Herrschaftsarchiv nach und vielleicht (bei Fällen nach 1750) auch noch im Josephinischen - und Theresianischen Kataster. Aber dann sind die Möglichkeiten meist einfach erschöpft!
Man kommt nur mehr weiter, wenn man durch einen glücklichen Zufall die Elternhochzeit eben doch noch irgendwo entdeckt. Manche Kollegen investieren dann jahrelange Arbeit in aufwändige Namensanalysen, überschwemmen die Pfarren ganzer Landstriche mit Anfragen und stellen umfangreiche Studien über Wanderungsbewegungen dieser Zeit an. Trotzdem bleiben die meisten dieser Fälle leider ungeklärt.
Hier setzt nun unsere Aktion HOCHZEITSINDEX VOR 1784 an.
Wir
erstellen in gemeinsamer
Arbeit von möglichst allen Pfarren im alten Österreich - Ungarn
Namensindices der Hochzeitsbücher, bzw. sammeln bereits erstellte und
machen diese Daten in einer gemeinsamen Suchdatenbank zugänglich.
Hier kommen Sie zu dieser Datenbank: Datenbankabfrage Hochzeitsindex vor 1784
Damit soll es möglich werden, Vorfahren, die über weitere Strecken gewandert sind (und deren Herkunft am Zielort nicht angegeben ist) doch noch aufzuspüren. Die Hochzeitsdaten der letzten 100 Jahre sind aus rechtlichen Gründen nicht abrufbar.
Wir wollen:
- Bereits bestehende Indices von Hochzeitsbüchern erfassen.
Wir bitten alle Kolleginnen und Kollegen, die über solche Indices irgendwo aus der alten Monarchie verfügen, sich bei Frau Weck zu melden und diese Indices zur Verfügung zu stellen. - Die Indices der übrigen Pfarren allmählich gemeinsam selbst
abtippen.
Da tschechische und österreichische Archive nun Gott sei Dank immer mehr dazu übergehen, die Originalmatriken ins Netz zu stellen, kann diese Erfassung auch schon von zu Hause aus erfolgen. Wir haben eine EXCEL-Erfassungstabelle entwickelt, die allen Anforderungen gerecht werden sollte.
Jeder Datenerfasser kann wählen, wie er/sie vorgehen will:
- Übertragung eines bereits bestehenden handschriftlichen oder maschinschriftlichen Index
- Neuerstellung eines Index anhand der Originalmatriken
- Gesamterfassung der Hochzeitsbücher inkl. Brauteltern, Trauzeugen usw.
Damit soll auch das Eigeninteresse der Datenerfasser optimal bedient werden. Natürlich kann das auch eine stufenweise Erfassung von a) bis c) sein.
Warum die Grenze 1784?
1784 hat die große Matrikenreform Kaiser Josephs II. die Zahl der Pfarren deutlich vergrößert, die Grenzen der bestehen gebliebenen Pfarren und das System der erfassten Daten oft dramatisch verändert. Da für die Zeit nach 1784 die Palette der anderen Suchmöglichkeiten rasch breiter wird (Kataster, Militärunterlagen, Meldeunterlagen, Heimatrollen, Volkszählungen usw.) erscheint uns das Jahr 1784 als geeignete Grenze unserer Arbeit.
Wir erfassen also alle Hochzeitsbücher vom jeweiligen Beginn bis 1784. Sollte es aber bereits erarbeitete Indices/Kompletterfassungen von Hochzeitsbüchern nach 1784 geben, dann werden wir auch die gerne aufnehmen.
Wir haben den Umfang dieses Mammut-Projekts lange erwogen und viel Arbeit in die Planung gesteckt. Und wir wissen natürlich selbst, dass das ein Projekt für viele Jahrzehnte ist. Aber wir sind einfach der Meinung, dass wir alle damit jetzt beginnen sollten - und als Genealogen sind wir es ja gewohnt, in Jahrzehnten zu denken.
Wir laden alle auf dem Gebiet des alten Österreich - Ungarn Forschenden dazu ein, hier mitzuarbeiten, denn nur gemeinsam können wir so allmählich dieses Ziel erreichen. Diese ständig wachsende Datenbank ist auf unserer Netzseite abfragbar. Mitarbeiter am Projekt und Vereinsmitglieder können sie kostenlos benützen. Alle Übrigen können die Übersicht der Namen und dazugehörigen Pfarren aufrufen.
Alle, die hier mitarbeiten wollen, mögen sich bitte vor Arbeitsbeginn mit Frau Weck in Verbindung setzen, damit es zu keiner Doppelerfassung von Pfarren kommt.
Claudia Weck
Projektleitung
- Hochzeitsindex -
Kontakt: hochzeitsindex@familia-austria.at