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Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Unser liebenswerter und hilfsbereiter aktiver Kollege, Beirat und Ehrenmitglied Norbert WALLAUCH ist am 28. April 2015 unerwartet verstorben.

Alle, die in gekannt haben sind eingeladen einen Erinnerungsbeitrag an ihn zu verfassen und an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu senden. Ich werde diese Beiträge dann hier einstellen. Ich bitte um Verständnis, wenn nicht alle Einsendungen berücksichtigt werden können.

Mit freundlichen Grüßen
Günter Ofner 

Lesen Sie bitte auch die ausführliche Würdigung unter WALLAUCH Norbert 1941 - 2015 .

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Dipl. Ing. Kurt MRAVLAG, Jakarta, Indonesien:

Humanisten, wie Norbert einer war, sind selten geworden. Es gab wohl kaum etwas, worueber Norbert nichts Wertvolles beizutragen gehabt haette.
Ihm zuzuhoeren war fuer mich immer ein Gewinn, im Inhalt aber auch in seiner eleganten Rethorik.
Auch wenn Norbert und ich geographisch bedingt nur selten zusammen kamen werde ich ihn vermissen.
Moege Gott, der Herr, ihn gnädig aufnehmen und all seinen Nächsten Trost spenden.
In schöner Erinnerung Kurt M. Mravlag, Jakarta 

 

Renate FENNES, Erkrath, Deutschland:

Mit Norbert Wallauch zu plaudern und zu fachsimpeln war das reinste Vergnügen – ein Vergnügen, das ich leider durch meine nur sporadischen Aufenthalte in Wien viel zu selten hatte. Sowohl im persönlichen Gespräch als auch in seinen mails und Beiträgen formulierte er präzise, eine Fähigkeit, die ich ebenso bewunderte wie sein großes Wissen und sein Erinnerungsvermögen. Das etwas aus der Mode gekommene Adjektiv „liebenswürdig“ beschreibt seine Person und seinen Umgang mit anderen perfekt.

Als Mitarbeiter beim WZ-Projekt verstand er seine Arbeit nicht als reines „Abtippen“. Er entwickelte ein großes Interesse an den in den frühen Sterbemeldungen enthaltenen Informationen, seien es Berufe, Todesarten, Hausnamen usw. Er erkannte Zusammenhänge, wertete aus und wurde so zum Experten zur Stadt Wien und ihren Bewohnern im frühen 18. Jahrhundert.

Norbert Wallauch – ein großartiger Kollege und Mensch, an den ich mich immer mit großem Respekt und Vergnügen erinnern werde.

 

Günter OFNER, Wien-Währing, Österreich:

Norbert war ein außergewöhnlicher Mensch, freundlich, höflich, hilfsbereit, liebenswert, sehr belesen und historisch kompetent. Bei unserem großen Erfassungsprojekt der Verstorbenenlisten aus den historischen Wiener Zeitungen ab 1703 hat er sich auf die frühesten Jahre spezialisiert und sich rasch zu dem Fachmann für diesen Zeitraum entwickelt. Insgesamt hat er in den mehr als sieben Jahren des Projekts mehr als 83.000 Datensätze erfaßt und zwar in einer Qualität, daß unsere nachgeschalteten Prüfebenen praktisch arbeitslos waren. Mit den ebenfalls von ihm erfaßten Taufen und Hochzeiten aus dem Wienerischen Diarium, wie die Wiener Zeitung bis 1780 hieß, waren es über Hundertsechsundzwanzigtausend Datensätze - eine enorme Leistung!

Daneben verfaßte er sehr informative und oft auch humorvolle Geschichtchen über diese Zeit, die wir zum Teil auf unserer Netzseite veröffentlicht haben: http://www.familia-austria.at/index.php/manibus-unitis/wiener-zeitung/interessantes/146-wien-im-fruehen-18-jahrhundert

Norbert war bei zahlreichen unserer Veranstaltungen dabei, konnte im kleinen Kreis stundenlang spannend erzählen und war ein hochgeschätzter und beliebter Kollege, eine der tragenden Säulen unseres Vereins Familia Austria, wo er auch als Beirat wirkte und Ehrenmitglied ist.

Ich habe ihn öfters besucht in seiner Wohnung in Wien-Döbling, wo wir stundenlang geplaudert haben, u.a. über seine Familienforschung. Sein Tod kam völlig unerwartet, er hatte noch so viel vor. Unser Verein hat eine tragende Säule verloren und ich einen Freund.

Wir werden Dein Angedenken hochhalten Norbert - Ruhe in Frieden!

 

Claudia WECK, Bergisch Gladbach, Deutschland:

Leider lernte ich Norbert erst vor ungefähr 6 Jahren kennen. Alleine auf Grund der Entfernung sahen wir uns nur selten.
Aber manchmal reichen auch nur kurze Begegnungen aus, um zu erkennen, dass man einen wertvollen Menschen vor sich hat.
Norberts Freundlichkeit, Herzlichkeit und Ruhe, sein enormes Wissen und seine Kunst zu formulieren, haben mich tief beeindruckt und werden mir immer in Erinnerung bleiben.

 

Ursula FAUSTMANN, Wien-Ottakring, Österreich:

Ich kannte Norbert seit einigen Jahren und habe viele interessante Gespräche mit ihm geführt. Sein Wissen und die Fähigkeit,
dieses auf spannende Art zu vermitteln, sind ebenso unerreicht wie seine Hilfsbereitschaft, jedermann mit Informationen zu unterstützen. Ich erinnere mich, wie er sich darüber gefreut hat, dass mir der Name der Volksschauspielerin Pepi Kramer-Glöckner (die in seinem Stammbaum vorkommt) ein Begriff war und ich sogar ein Buch über sie habe. Unsere Zusammenarbeit wurde im Zuge der Erfassung der Wiener Zeitung intensiver und auch in diesem Zusammenhang habe ich immer wieder Neues und Interessantes von ihm erfahren.
Leider waren seine letzten Lebensjahre von seiner Krankheit überschattet. Noch kurz vor seinem Tod haben wir telefoniert; er erzählte, dass er nun durch verschiedene Therapien Besserung seines Zustandes erwarte und wirkte sehr positiv. Umso
erschütterter war ich, als ich von seinem plötzlichen Tod erfuhr. Ich werde mich immer gerne an ihn erinnern.

 

Michael AMBROSCH, Wien-Donaustadt, Österreich:

Nun haben viele schon geschrieben was Norbert so auszeichnete was und wie er so war.
Es ist nicht leicht da noch was anzufügen, ich wills auch gar nicht erst versuchen.

Deshalb ein bisserl heiter formuliert: Norbert Du wirst auf dem Woikerl da oben schmunzeln.

Im Wiener Zeitungs - Projekt war er einfach Spitze.

Dennoch hat er mich oft zur Verzweiflung getrieben, womit?
Ganz einfach ich konnte, als zweite Kontrollebene, keinen Fehler in seinen Listen finden.
Ja er hat nicht einmal gnadenhalber für mich einen eingebaut.
Bevor seine Listen nicht akribisch geprüft waren gingen sie nicht ausser Haus.
Norbert war Spezialist für die frühen Jahre des Wiennerische Diariums, der Wiener Zeitung die auch noch Listen über Heiraten und Geburten enthielt.

Bei Zusammenhängen hatte er einen erstaunlichen Überblick.
Er muss die Verstorbenen im Kopf gespeichert haben und erkannte sofort wenn Personen am gleichen Tag oder gleichen Ort oder gleicher Todesursache aufschienen.
War ihm etwas unklar forschte er solange bis es eben sonnenklar war.

Einmal unterhielten wir uns über ein altes Buch mit Beschreibungen der Wiener Pfarrgrenzen.
Darin wurde jeweils vom Standort des Betrachters aus die Situation von Gassen oder Gebäuden beschrieben.
Dazu meinte er es müsse jemand diese Pfade nachgehen um schlüssig zu klären was wie gemeint sei.

Er war auch begeisterter Familenforscher, etliche Gespräche sind mir in Erinnerung.
An seinen farbigen Schilderungen über Kotany, Kojeteiner etc. kam niemand vorbei ohne vom Virus Ahnenforschung infiziert zu werden.

Warum schreibt man eigentlich immer Nachrufe, der so Angerufene hörts doch nimmer oder? Und manch Anderen ists nicht wichtig.
Man sollt so was als Vorruf verfassen, so wie es Nachlässe aber auch Vorlässe gibt.

So jetz pass sche auf Norbert dasst von dein Woikerl ned obafoist weu sunst kaunst glei weidaschreibn an de Listn, des Weana Zeidungs Brojekt is no ned aus :-)

Oisdan pfiat Di daweu, bis iagendwaun
Da Michal

 

Christiane FITGER, Weichs, Deutschland:

Die Nachricht vom plötzlichen Tod des Herrn Wallauch macht auch mich sehr betroffen, obwohl ich nicht die Freude hatte, ihn persönlich kennenzulernen. Als WZ-Mitarbeiterin sandte ich ihm wunschgemäss monatlich die Links zu den unbekannten Toten, die in jeder Ausgabe zu finden waren. Und ich freute mich jedesmal über die freundliche Antwort, die von ihm zurückkam.

Ich werde mich gerne an ihn erinnern.