Database query - Verlustlisten 1.WK
Der 1. Weltkrieg (1914-1918) war für die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn bzw. alle Nachfolgestaaten eine gewaltige Katastrophe.
Von den insgesamt fast acht Millionen einberufen oder freiwillig gemeldeten Soldaten (inkl. Offiziere) sind:
- 1.016.200 Mann gestorben, davon 518.000 auf den Schlachtfeldern gefallen, der Rest umgekommen (z.B. ca. 30.000 Mann bei Lawinenunglücken oder sonstigen widrigen Witterungsverhältnissen des Hochgebirges), durch Krankheiten oder dauernd vermißt.
- ca. 480.000 bis 600.000 Mann in Gefangenschaft gestorben (400.000 bis 470.000 in russischer, 50.000 bis 98.000 in serbischer und über 30.000 in italienischer) an Verletzungen, Unterernährung, Seuchen und Gewalt. (die Zahlen variieren stark)
- 1.943.000 Mann wurden verwundet, viele mehrfach, sie scheinen dann doppelt oder mehrfach bei den Verlusten auf, viele davon blieben in der Folge arbeitsunfähig.
- 1.691.000 bis 2.500.000 gerieten in Gefangenschaft (davon ca. 1.200.000 bis 2.000.000 in russische, 110.000 in serbische, 160.000 in italienische). Zu Kriegsende gerieten weitere ca. 380.000 in ital. Gefangenschaft, von denen 30.000 nicht überlebten.
Insgesamt kehrten nur ca. 1.200.000 bis 1.900.000 Mann, oft nach mehreren Jahren, wieder aus der Gefangenschaft zurück.
- Gesamtverluste: ca. 5.060.000 Mann. (viele scheinen mehrfach auf, z.B. verwundet und dann gefallen oder verwundet und dann gefangen usw.)
Diese Verluste (Gefallene, Verstorbene, Verwundete, Vermißte und Gefangene) wurden in 5 Heftreihen veröffentlicht.
Bedingt durch die Auflösung der österreichischen Militärverwaltung in den ersten Wochen des Jahres 1919 und des Bürgerkrieges in Ungarn wurden nur etwa 4.780.000 Verlustfälle erfaßt.
Gemeinsam mit Kollegen vom Verein für Computergenealogie (CompGen), dem Arbeitskreis donauschwäbischer Familienforscher e.V. (AKdFF), dem Arbeitskreis ungarndeutscher Familienforscher e. V. (AKuFF), der Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher (VSFF), sowie der Oberösterreichischen Landesbibliothek und dem Kroatischen Staatsarchiv (Hrvatski državni arhiv) haben wir in den Jahren 2017 – 2022 etwa 56% dieser Verluste erfaßt.
Konkret erfaßt wurden:
- 709 Hefte "Verlustlisten" (1914-1919)
- 11 Hefte "Ergänzungen und Berichtigungen" zu den Verlustlisten (1914-1915)
mit insgesamt 2.693.760 Soldaten (Gefallene, Verstorbene, Verwundete, Vermißte und Gefangene) https://anno.onb.ac.at/them_einstieg.htm
Alles Nähere hier:
Der Datenbestand ist noch nicht komplett, weitere Einspeisungen werden folgen.
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